Monthly Archive for Februar 2009

Mit Kunst Geschichte entdecken

Im Wintersemester 2006/07 fand im Musik- und Kulturverein Giessen (kurz: MUK) ein Kunstprojekt statt. Das Projekt war eine Kooperation der Justus-Liebig-Universität Giessen und der Gesamtschule Giessen Ost.

Einige Kunstkurse der Jahrgangsstufe 11 wurden für mehrere Tage vom regulären Unterricht freigestellt, um auf ganz neue Art Kunst und Geschichte zu erleben: In den Gewölben eines alten Fernmeldebunkers, der sich in direkter Umgebung zur Schule befindet.

Nach einer angeleiteten Führung durch den Bunker und die Umgebung konnten sich die Schüler in Kurse einwählen, um die gewonnenen Eindrücke kreativ umzusetzen, so zum Beispiel im Workshop “expressive Malerei”.

Körpereinsatz

Hier wurde nach einem “sinnlichen Erkundungsgang” durch den Bunker ein Raumkonzept entwickelt. Ein ganzer Kellerraum wurde anschließend mit weißen Pappen ausgekleidet und von den Schülern mit Dispersionsfarben und gefundenen Materialien nach diesem Konzept gestaltet.

Die Pappen wurden später abgenommen und zieren jetzt einige Flure der Gesamtschule Giessen Ost.

Aufgrund des positiven Feedbacks bei Schülern, Lehrern und Eltern bietet das Institut für Kunstpädagogik der Universität Giessen das Muk-Projekt nun jedes Jahr an.

Presse

Folgeprojekt

Link zum MuK Giessen

der Tinkerbell-Faktor

„Das Ziel der Malerei und der Literatur ist es, das Gefühl der Dinge wiederzugeben. Warum sollte man Tausende von unwichtigen Details zeigen, die das Auge wahrnimmt? Man muss sich auf die charakteristischen Merkmale konzentrieren. Eine Silhouette reicht aus, um eine Figur darzustellen. Der Maler versucht nur, in so wenigen Linien und Farben wie möglich, die Essenz dessen wiederzugeben, was er malen möchte.“

Das Zitat des Pariser Kunstkritikers Edouard Dujardin ist Programm für die Bilder, die letzte Woche in den Räumen der FeG Unterwegs in Sinn zu sehen waren.
Mit schwarzen Schatten, verspielten Mustern und ganz unterschiedlichen Materialien erzählt jedes Bild seine eigene Geschichte.

sterntaler

Die Silhouettentechnik nimmt Anleihen beim traditionellen Scherenschnitt. Figuren treten lediglich als Schattenrisse auf. Auf diese Art wird das Charakteristische der Figuren wiedergegeben. Trotzdem bleibt es jedem Betrachter selbst überlassen, fehlende Details zu ergänzen und Geschichten weiter zu spinnen.

Danke, dass ihr euch die Zeit genommen und den Abend mit uns zusammen erlebt habt!